Samen einfrieren in der Kryobank

Eine Kryobank bietet die Möglichkeit, Sperma nach der Spende über lange Zeit zu lagern. Der Wortbestandteil „Kryo“ entstammt dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Eis“.


Die Haltbarkeit ist nahezu unbegrenzt. Dadurch können die Samenspenden auch über den aktuellen Bedarf hinaus aufbewahrt werden – so wird gewährleistet, dass stets eine große Zahl zur Verfügung steht. Das ist für das Empfängerpaar ein großer Vorteil, denn so kann ein biologischer Vater gefunden werden, dessen Merkmale mit denen des künftigen sozialen Vaters weitgehend übereinstimmen.

Lagerung in flüssigem Stickstoff

Bei mindestens 140, meist aber minus 196 Grad Celsius werden die Samenspenden in der Kryobank gelagert. Die niedrigen Temperaturen werden durch flüssigen Stickstoff erreicht – üblicherweise in speziellen Behältnissen, den so genannten Kryobehältern, die gewährleisten, dass auch bei dem Hinzufügen oder der Entnahme keine schädlichen Temperaturschwankungen stattfinden. Spezielle Schleusen an den modernen Behältern ermöglichen dies.

Das Sperma selbst befindet sich in so genannten Straws – das sind kleine Plastikröhrchen. Pro Samenspender kann eine zweistellige Anzahl dieser Röhrchen in der Kryobank eingelagert sein.

Wo gibt es Kryobanken?

Ungeachtet eines gewissen technischen Aufwandes sind Kryobanken in den meisten Fällen einer Kinderwunschpraxis angegliedert – zumindest in jeder größeren Stadt sollte es eine Kryobank geben. Eine Internetrecherche kann bei der Suche nach einer Kryobank helfen.

Eine Kryobank dient nicht nur Samenspenden

Außer dem Sperma von Samenspendern kann auch anderes Material in einer Kryobank eingelagert werden. Dazu gehört unter anderem auch die Lagerung bereits befruchteter Eizellen im Rahmen der In-Vitro-Fertilisation.

Vor allem im Rahmen von Krankheiten oder aus Sorge um später können sowohl Männer als auch Frauen ihre eigenen Eizellen beziehungsweise ihr Sperma auf lange Sicht hin konservieren lassen. Ein weiterer Grund für den Wunsch nach einer Einlagerung in einer Kryobank ist die Tatsache, dass derzeit kein geeigneter Partner vorhanden ist, um Kinder zu zeugen – die Kryokonservierung dient dann als eine Art Absicherung für die Zukunft.

Denn mit zunehmendem Alter sinken Spermaqualität und die Wahrscheinlichkeit eines Eisprungs rapide.

Darüber hinaus lassen sich auch weitere Körpergewebe in Kryostase konservieren. Hodengewebe und Ovargewebe gehören dazu. Auch hierauf wird vor allem bei einer bevorstehenden Krebstherapie zurück gegriffen.

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